Es ist ein außergewöhnlicher Glücksfall, wenn ein absoluter Top-Historiker einen Workshop mit Schülerinnen und Schülern durchführt. Die Mitglieder der Leistungskurse 11 und 12 verdanken ihn der Vermittlung der "AG Frieden".
Prof. Dr. Thomas Weber, der zurzeit vielleicht wichtigste deutsche Forscher zur Person Adolf Hitlers, ist nach Stationen in Oxford, Harvard, Princeton, Chicago und Glasgow derzeit Professor an der University of Aberdeen. Außerdem hat er einen Lehrauftrag an der Uninversty Stanford inne. International bekannt wurde Weber durch sein Buch „Becoming Hitler. The Making of a Nazi". In seiner Forschung untersucht er, wie gesellschaftliche Entwicklungen autoritäre Bewegungen begünstigen können.
Und genau das war auch Schwerpunkt seines Workshops, in dessen Mittelpunkt eine wenig bekannte Rede von Adolf Hitler von 1929 stand. An ihr konnten die Schülerinnen und Schüler die Narrative erkennen, mit denen Hitler die demokratischen Parteien angriff und die NSDAP als eine Alternative positionierte. So konnten die Jugendlichen im Sinne einer Applied history Parallelen zu den Beeinflussungsstrateigien populistischer und extremistischer Parteien heute erkennen.
Für die Schülerinnen und Schüler der Geschichte-Leistungskurse von Herrn Kornmüller (11) und Herrn Brüning (12) sowie zwei Kurse vom AVG war es eine außergewöhnliche Gelegenheit, über Geschichte und die Lehren für die Gegenwart mit einem international ausgewiesenen Experten ins Gespräch zu kommen.






