Es ist gar nicht so leicht, sich das Elend und Grauen vorzustellen, das einmal dort geherrscht hat, wo jetzt nur grüne Landschaft zu sehen ist: Die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen des Max-Planck-Gymnasiums konstruierten zu Beginn ihres Projekttags mit Karten und Fotos zunächst einmal, wie das SS-Sonderlager / KZ Hinzert überhaupt ausgesehen hat. Der Ort liegt nur wenige Kilometer von Trier entfernt – und doch eröffnet er einen Blick in eine Welt, die von Terror, Gewalt und Entrechtung geprägt war.
Besonders eindrücklich war der Besuch des Dokumentationszentrums, in dem Fotos, persönliche Gegenstände und Biografien der Häftlinge an deren Schicksal erinnern. Die Auseinandersetzung mit den Verbrechen in Hinzert machte deutlich, dass es nicht nur um abstrakte Zahlen geht, sondern um individuelle Schicksale.
Die Projekttage sollten so dazu beitragen, die Erfahrungen und das Leid der Opfer nachvollziehbar zu machen und die Erinnerung an sie wachzuhalten.
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Am 22. Januar 1963 unterzeichneten Bundeskanzler Konrad Adenauer und Frankreichs Präsident Charles de Gaulle den Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit, der als Elysée-Vertrag in die Geschichte eingegangen ist.
Damit besiegelten sie nach etlichen Kriegen die Aussöhnung zwischen Deutschen und Franzosen und stellten die Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Frankreich auf eine völlig neue Grundlage, die bis heute ihresgleichen sucht. Sie ist ein wesentlicher Pfeiler der europäischen Einigung und wirkt in unserem Schulalltag in zahlreichen Austauschen mit französischen Schulen und in unserer Teilnahme am ERASMUS+-Programm fort.
Die zweisprachige Wanderausstellung der Fondation Charles de Gaulle (Paris) und der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus (Bad Honnef-Rhöndorf) haben wir anlässlich des Europatags am 8. Mai gezeigt. Sie erzählt die Lebensläufe des Kanzlers, dessen Geburt sich in diesem Jahr zum 150. Mal jährte, und des Generals und späteren Hitler-Gegenspielers, der von 1927 bis 1929 Stadtkommandant in Trier war.











