J. Kornmüller, 30. 10. 2018 (oben: Gedenkzeremonie mit Paul Sobol, der das Vernichtungslager überlebt hat, an der "Todesmauer" im Stammlager Auschwitz I, an der viele Häftlinge hingerichtet worden sind.)

Sechs Schülerinnen und Schüler des Max-Planck-Gymnasiums haben im polnischen Oświęcim einen der letzten Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz getroffen. Sie zeigten sich von seiner Lebensgeschichte tief beeindruckt. Der inzwischen 92jährige Belgier Paul Sobol war 1944 als 17-Jähriger in das Vernichtungslager verschleppt worden. Seine Eltern wurden im Holocaust ermordet. Sobol berichtete ihnen, wie er nur durch Zähigkeit und Glück seiner Ermordung entkommen konnte. Eingebettet waren diese Gespräche in Führungen durch das Stammlager Auschwitz I sowie das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, bei denen Sobol von seinem Überleben im Lager berichtete. "Hier dieselben Gebäude zu betreten, in denen die Häftlinge in den letzten Stunden und Tagen ihres Lebens sein mussten, ist schon bedrückend. Auch der Anblick der Krematorien, der Folterkeller sowie der Berge von abgeschnittenen Haaren oder geraubten Koffern, Brillen und Schuhen bewegt sehr. Das ist nur schwer zu ertragen", äußert sich Nina von Wenzlawowicz.

Im Museum des Konzentrationslagers Auschwitz I suchten die Jugendlichen im „Großen Buch“ auch nach den Namen der 11 ehemaligen jüdischen Schüler und Lehrer des Max-Planck-Gymnasiums, die in Auschwitz getötet wurden. Nur zwei ehemalige MPG-Schüler wurden von den Alliierten befreit und überlebten. "Das hat dann noch einmal eine andere Wirkung, wenn man realisiert, dass hier auch Menschen ermordet worden sind, die in dieselbe Schule wie ich gegangen sind und in denselben Klassenräumen gesessen haben", sagt Schülersprecher Titus Pütter.

Carsten Peters, 19. 10. 2018

Auch in diesem Schuljahr durfte das Max-Planck-Gymnasium wieder Vertreter des Generalkonsulats von Japan in Frankfurt am Main und Herrn Aubart von der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Trier (DJG) begrüßen. In einer freiwilligen Veranstaltung für interessierte Schülerinnen und Schüler stellte Frau Luginbühl zunächst den jährlich stattfindenden Aufsatzwettbewerb der DJG vor. Die beiden besten Aufsätze zum Thema „Japan jenseits der Klischees“ werden auch in diesem Jahr mit einer Reise nach Japan belohnt. Als kurzer Einblick bzw. Vorgeschmack wurden die Geographie, Geschichte und Kultur Japans vorgestellt. Im Anschluss daran präsentierten die letztjährige Gewinnerin des Aufsatzwettbewerbes Eva-Marie und ihre Zwillingsschwester Anna-Lena, die am Japanaustausch des MPG teilnahm, ihre persönlichen Eindrücke von Japan. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch einen Kalligraphie-Workshop, in dem die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in die Kunst der japanischen Schrift erhielten und unter Anleitung von Frau Iwasa sich praktisch mit dem Pinsel und Tusche ausprobieren durften.

Noch einmal das MPG im Fernsehen: Diesmal hatte die Deutsche Welle für die Dokumntation "Umgang mit dem Handy in Deutschland" am MPG gedreht. Hier können Sie den Film anschauen. Der Redakteur Wolfgang Dick bedankte sich bei Schulleiter Armin Huber, "dass wir unserem Publikum im Ausland ein Stück deutscher Alltagskultur im Schulbereich näher bringen konnten."

Frank Feder, 16. 10. 2018

Soziales Engagement - fürs MPG eine Selbstverständlichkeit! Die Auswertung des Sponsorenlaufs 2018 brachte das hervorragende Ergebnis von 26801,77 Euro für unsere drei Projekte. Davon entfallen auf das schulische Projekt 2284,08 Euro, das Tierheim Zewen kann sich über 7492,19 Euro freuen und der Verein "A mundo" e.V. Konz kann mit 17025,50 Euro den Bau einer Krankenstation unterstützen. Die erfolgreichsten Klassen waren die ehemaligen 5c, 5d und 5e. Mitte Dezember werden die Projekte im Rahmen einer Feierstunde in der Aula diesen Klassen vorgestellt und das Geld überreicht. Allen Schülerinnen und Schülern und allen Spendern ein herzliches Dankeschön für dieses beeindruckende Ergebnis! Ebenso allen Lehrerinnen und Lehrern für ihre Mitarbeit bei Vorbereitung, Durchführung und Auswertung! Ein besonderer Dank gilt den Damen vom Sekretariat für ihre Mithilfe, darunter besonders Frau Kürten für ihre Hilfe bei der Auswertung!

Der Dokumentarfilm über die Kontroversen rund um das Marx-Jahr in Trier findet weiterhin große Aufmerksamkeit. Nun hat auch die "SWR Landesschau" ihren Zuschauerinnen und Zuschauern den Film in ihren "Notizen" vom 10. 10. 2018 empfohlen. Sehen Sie den kurzen SWR-Beitrag hier (gleich hinter König Willem-Alexander und seiner Frau Maxima).

Lesen Sie bitte den Bericht der "Rathaus Zeitung" vom 25. 09. 2018 mit dem Titel "Marx im Heute und Hier" unter "Weiterlesen".  Schauen Sie den Film hier:

Wolfgang Hoor, 28. 09. 2018

Beim Leichtathletik-Bundesfinale des Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ in den Disziplinen 75 m, Hochsprung, Weitsprung, Kugelstoßen, Ballwurf, 800 m sowie der 4 x 75 m-Staffeln auf der sehr schönen Anlage des Friedrich-Ludwig-Jahn Sportparks trug das durchwachsene Wetter dazu bei, dass nicht alle unserer Mädchen ihre Bestleistung abrufen konnten. Dennoch erzielte z. B. Janine Hennrich mit 1,67 m die Tagesbestleistung im Hochsprung und trug mit einer ebenso guten Kugelstoßleistung wesentlich dazu bei, dass die von Ulrike Frank und Wolfgang Hoor betreuten Mädchen (WK III) nach Beendigung der beiden abschließenden Staffeln einen beachtlichen 10. Platz belegen konnten. Zuvor hatte übrigens noch nie eine Mannschaft des MPG das Bundesfinale in dieser Sportart erreicht.

Die darauffolgenden Tage nutzten wir, um in der Stadtmitte eine Führung auf zwei siebensitzigen Funbikes durchzuführen. Auch die Besichtigung des Olympiastadions von der Aussichtsplattform des nahegelegenen Glockenturms gehörte zu den Highlights. Zudem wurden die lukrativen Shoppingmeilen Berlins angesteuert. Ein weiterer Höhepunkt war die Abschlussveranstaltung in der Max-Schmeling-Halle. Hier wurden akrobatische Vorführungen geboten und die bestplatzierten Mannschaften wurden geehrt. Höhepunkt war die abschließende Discoparty im Innenraum der Arena.

Dr. Holger Kunz, 28. 09. 2018  

Am 25. und 26. September 2018 haben fünf Schüler der Stufe 13 des Max-Planck-Gymnasiums an der Premiere des Elektrotechnik-Kurses 3 der Hochschule Trier teilgenommen. Herr Prof. Dr. Seidenberg hat diesen Kurs kreiert, um interessierten und ambitionierten Schülerinnen und Schülern eine Einführung in die Welt der Elektrotechnik zu ermöglichen. Um gut in die Materie einsteigen zu können, haben sich Jan-Lucca F., Simon H., Max M., Kim S. und Vincent S. zunächst mit komplexen Zahlen beschäftigt. Eine weitere Voraussetzung war der Umgang mit MatLab (Matheprogramm), den sie schnell erlernt haben.

„Mit diesen Voraussetzungen haben wir uns an die Signalverarbeitung gewagt. Dabei haben wir uns auf die Analyse von Audiodateien fokussiert“, erläutert Max. „Mit der Fourier-Analyse kann man die einzelnen Funktionen herauskristallisieren, aus denen diese bestehen“, ergänzt Vincent. „Einhergehend haben wir die Unterschiede von digitalen und analogen Signalen kennengelernt. Anschließend konnten wir mit einem Visualisierungsprogramm eigene Funktionen erstellen und mit unterschiedlichen virtuellen Bauteilen der Reglungstechnik sehr komplexe Signale erzeugen“, beschreibt Jan-Lucca.

Als krönenden Abschluss erhielten die angehenden Abiturienten eine exklusive Führung durch die Elektrotechnikabteilung der Hochschule Trier, wobei die Labore und Gerätschaften am interessantesten gewesen sind. So fiel Simons Fazit sehr positiv aus: „Es war der bislang beste Schüler-Kurs, den ich mitgemacht habe!“ Dementsprechend bedanken sich die Schüler sehr herzlich bei Herrn Stöß und Herrn Prof. Dr. Seidenberg für die umfangreiche Einführung in die Welt der Elektrotechnik. Mögen diese Eindrücke helfen, dass die Schüler des Leistungskurses Physik in ihrer Berufsfindung Fortschritte gemacht haben.

Den aktuellen Elternbrief finden Sie hier.

J. Kornmüller, 21. 09. 2018

Viel Anerkennung für die Filmpremiere im Museum Simeonsstift: Es ist ein Projekt, das es so in dem reichhaltigen Veranstaltungsangebot zum Karl-Marx-Jahr bisher nicht gegeben hat. Schülerinnen und Schüler des MPG haben sich auf die Spurensuche nach der Bedeutung von Karl Marx für sie selbst begeben. Dabei haben sie sich nicht nur bei zahlreichen prominenten und regionalen Politikern erkundigt (Malu Dreyer, Gregor Gysi, Katarina Barley, Petra Pau, Wolfram Leibe, Michael Frisch, Max Monzel u. a.). Sondern sie haben auch bei Gewerbetreibenden in der Innenstadt, bei der Leitung des Obdachlosenheims, bei Wissenschaftlern und bei einfachen Bürgern nachgefragt, inwieweit Marx‘ Ideen für unser Leben heute noch aktuell sein können. Aus dem spannenden Projekt ist ein Film entstanden, der zeigt, dass die Auseinandersetzung mit dem Philosophen kontrovers bleibt – aber lohnt. Schauen Sie den Film hier: