Versicherungsschutz für Schüler/innen

Immer wieder bestehen Unklarheiten über den Versicherungsschutz für Schülerinnen und Schüler. Deshalb hat das Schulverwaltungsamt der Stadt Trier die wichtigsten Punkte zu diesem Thema zusammengestellt. Wir geben diese Kurzinformation an dieser Stelle zur Kenntnis.

Über die Unfallkasse Rheinland-Pfalz (kurz: GUV) sind versichert:

  • Körperschäden einschl. Folgeschäden
  • Brillenschäden teilweise

Schüler/innen sind auf dem Weg von und zur Schule und bei allen schulischen Veranstaltungen unfallversichert. Hierzu zählen u. a. auch Klassenfahrt, Wandertag, Besuch des Theaters.

zu Brillenschäden: Der Brillenschaden muss im Zusammenhang mit einem Unfall entstehen. Für beschädigte oder zerstörte Brillen wird Ersatz geleistet, wenn der/die Schüler/in einen „Unfall" erlitten und die Brille dabei getragen hat und diese beschädigt wurde. Ist eine neue Brille erforderlich, so erstattet der GUV ungefähr den Betrag, den die beschädigte Brille gekostet hat, aber höchstens bis zum Beschaffungspreis der neuen Brille. Die Rechnung oder eine Zweitausfertigung vom Optiker über den Kauf der beschädigten Brille und die neue Rechnung (Kauf- bzw. Reparaturrechnung) müssen dem GUV vorgelegt werden.

Anmerkung: Wurde die Brille zum Zeitpunkt der Beschädigung nicht getragen, siehe unten: KSA

 

Verfahren: Die Schäden sind dem GUV kurzfristig unter Verwendung eines Vordrucks (liegt dem MPG vor) zu melden. Eine Kopie geht an den Schulträger.

Über den KSA (Kommunaler Schadenausgleich westdeutscher Städte) werden geregelt:

  • Sachschäden
  • Brillenschäden teilweise
  • Haftpflichtschäden

Beim KSA sind die Schüler/innen gegen Sachschäden, die diesen während einer schulischen Veranstaltung entstehen und nicht vorsätzlich herbeigeführt wurden, versichert. Der KSA ist immer nachrangig (!!!), d.h. erst sind die Ansprüche an Dritte (Fahrradversicherung, Schädiger u. a.), soweit welche bestehen, geltend zu machen. Lehrer/innen sind beim KSA nicht versichert.

Schäden über 30,00 Euro können beim KSA über die Stadt Trier geltend gemacht werden. Versichert sind zum Schulbetrieb bestimmte Sachen, die entwendet oder beschädigt wurden. Der KSA erstattet den Zeitwert. Der Höchstbetrag der Erstattung liegt bei 300,00 Euro. Zum Schulbetrieb bestimmte Sachen sind u.a. alle Schulsachen wie Ranzen, Bücher, Hefte,Schreibutensilien, Bekleidung, Turnsachen, Fahrräder*, Uhren*, Brillen*. Ausgeschlossen sind: Bargeld, Fahrkarten, Geldbörsen, Schmuck, Handy (kurz: alles was nicht zum Schulbetrieb erforderlich ist). Ausnahmen: z. B. bei einem Wandertag wird für den Biologieunterricht ein Fotoapparat benötigt, so besteht auch hier Versicherungsschutz.

 

* Besonderheiten:

* zu Brillen: Wurde die Brille zum Zeitpunkt der Beschädigung nicht getragen, so erfolgt eine Erstattung über den KSA bis zum Höchstbetrag von 50,00 Euro. Der KSA ist nachrangig. Er tritt erst nach Abzug des Krankenkassenanteils oder evtl. sonst. Ansprüche ein und wenn der Restbetrag über 30,00 Euro liegt.

* zu Fahrrädern: Es muss eine Benutzungserlaubnis der Schule vorliegen (gilt grundsätzlich als erteilt). Das Fahrrad muss durch eine Sperrvorrichtung gesichert gewesen sein. KSA ist nachrangig, daher erst den Schaden bei der Versicherung (soweit vorhanden).geltend zu machen. Verbleibt ein Restbetrag über 30,00 Euro, so kann dieser ebenfalls beim KSA geltend gemacht werden. Bei Diebstahl von Fahrrädern muss Anzeige erstattet werden.

* zu Uhren: - Bis 30,00 Euro werden erstattet

 

Haftpflichtschäden: Schüler sind beim KSA auch gegen Schäden, die sie „Dritten" (Dritte sind nicht Lehrer/innen der betreffenden Schule bzw. die Schule) zufügen, versichert. Auch hier ist der KSA nachrangig. Hier muss der Schüler schuldhaft gehandelt, aber den Schaden nicht grob fahrlässig herbeigeführt haben und der Name des Schülers/der Schülerin muss bekannt sein. Beispiel: Verursacht ein Schüler/eine Schülerin beim Praktikum oder auf Klassenfahrt einen Schaden, so ist dieser Schaden versichert, soweit der Schüler/die Schülerin nicht schuldhaft gehandelt hat und der Schaden nicht grob fahrlässig herbeigeführt wurde. Da der KSA auch hier nachrangig ist, ist der Schaden erst der Haftpflichtversicherung des Schädigers vorzulegen.


Verfahren:
Die Schäden sind dem Schulverwaltungsamt kurzfristig unter Verwendung eines Vordrucks (liegt dem MPG auch vor) in zweifacher Ausfertigung  zu melden. Bei Schäden, die den Betrag von 100,00 Euro übersteigen, ist eine Kaufbescheinigung beizufügen.