Bernd Klöckner, 16.02.2017

Seit dem Jahre 2003 gibt es am Max – Planck – Gymnasium sogenannte Bläserklassen in der 5b und 6b. Dabei erlernen die Schüler ein Blasinstrument nach eigener Wahl und Eignung (!) gemeinsam und bilden als Klasse ein symphonisches Blasorchester. Querflöte, Klarinette, Altsaxophon, Trompete, Waldhorn, Euphonium, Posaune und Tuba sind vertreten. Gemeinsam werden nach der Methode der Solmisation die Griffe, Positionen, Ansätze und Mundstellungen zunächst im Unisonospiel erarbeitet. Hierzu muss der Bläserklassenleiter neben der vollen Beherrschung eines Instruments die Eigenarten, Griffe und Probleme aller Instrumente kennen. Bekannte Lieder erweitern den Tonraum vom Dreitonspiel bis zur Oktave. Die Notenschrift tritt zur Solmisation hinzu, Mehrstimmigkeit wird über das Kanonspiel eingeführt. Recht früh werden in leichter Bearbeitung Blasorchester- und Konzertbandstücke aus Klassik, Pop, Rock und Volksmusik erarbeitet. Das eigene häusliche Üben und Spielen auf dem Instrument ist dabei ganz wichtig. Auftritte der Bläserklasse gibt es in Schulkonzerten, bei Umrahmungen von schulischen und gelegentlich auch bei außerschulischen Veranstaltungen. Das konzentrierte gemeinsame Musizieren und das instrumentale Wetteifern prägen und verbessern den Gemeinschaftsgeist der Klasse und zeitigen Freude und Zufriedenheit bei den Schülern. Nach den 2 Jahren Bläserklassenausbildung in Stufe 5 und 6 sollte bei vorliegender Motivation Einzel- oder Kleingruppenunterricht auf dem Instrument erfolgen. In manchen schon bestehenden Klassen der Orientierungs- und Mittelstufe wird seit über 18 Jahren am MPG bei Zustimmung der Eltern und Schüler und entsprechender Ausbildung des Lehrers das Klassenmusizieren mit der diatonischen Mundharmonika geübt und gepflegt. Hierbei steht die Ausbildung eines klangbewußten Einzeltonspiels im Vordergrund. Musikstücke aller Richtungen im ein- bis dreistimmigem Satz werden erarbeitet und präsentiert.