Armin Huber, 14. 04. 2018

Mit einer Besichtigung der Mega-Metropole Tokio ist der 14-tägige Japan-Austausch zu Ende gegangen. Da gilt es große Distanzen zu bewältigen: ca. 19 km sind wir an diesem Tag gewandert. Erste Station: Im Shinjuku Twin Tower befindet sich das Rathaus von Tokio. Vom Südturm bietet sich in 250 Meter Höhe ein Blick aus der Vogelperspektive auf die Betonwüste der Stadt. Ruhe mitten im Häusermeer bietet dagegen der Shinjuku Goen National Garden mit seiner traumhaften Gestaltung der Landschaft, in dem wir noch einmal die letzte Kirschblüte mitbekommen konnten. Gelegenheit für ein letztes Gruppenfoto. Der Meiji-Schrein ist der Shintō-Schrein, der den Seelen des Meiji-tennō und seiner Frau gewidmet ist. Das Band um die beiden Bäume symbolisiert den Bund fürs Leben für das Brautpaar, das hier eine traditionelle Hochzeit feiert. Zurück ins Getümmel: An der Shibuya Crossing wirkt das Menschengewimmel wie ein Ameisenhaufen, das Shopping-Center Shibuya 109 bietet auf acht Stockwerken Damenbekleidung. Nachdem wir am Abend 3 km über die spektakuläre Rainbow Bridge gewandert sind, schließt ein Blick auf Tokios Skyline bei Nacht eine erlebnisreiche Reise ab. Vielen Dank an alle unsere Gastgeber und alle Mitreisenden! Sayōnara: さようなら  Hier finden Sie die letzten Bilder aus Tokio und das ganze Foto-Tagebuch mit allen Stationen des Japan-Austauschs:

 


Japan-Foto-Tagebuch (VI): Last Stop Tokyo

 

Armin Huber, 13. 04. 2018

Am Donnerstag hat unsere Gruppe ihre letzte Reisestation erreicht: Tokio. Mit knapp 9,5 Mio Einwohnern ist die japanische Hauptstadt nicht nur die bevölkerungsreichste Metropole des Landes. Sie ist zugleich das Zentrum einer Metropolregion von mehr als 37 Millionen Menschen, dem größten Ballungsraum der Welt. Nachdem das Gepäck mit der Rolltreppe in das Sunny Hotel im Stadtteil Nippori gebracht worden war, folgte eine Besichtigungstour: Im Stadtteil Asakusa bot sich am Sumida-Fluss der Blick auf das Horn der Asahi-Brauerei und den Sky Tower. Ganz außergewöhnliche Erlebnisse hatten die Schülerinnen und Schülern in Tokios Katastrophen-Präventionszentrum Honjo Bosai Kan. In ihm erlebten sie die Simulation von Naturkatastrophen wie Erdbeben und Taifunen am eigenen Leib. In der Akihabara Electgonic Town ergab sich noch einmal eine Möglichkeit zu einem Gruppenbild und zum atemberaubenden Blick auf die Tokios Skyline bei Nacht. Nun geht ein Austausch zu Ende, der bei allen Teilnehmern einen tiefen Eindruck und unvergessliche Erlebnisse hinterlassen hat.

 


Japan-Foto-Tagebuch (V): Affen und Austern für Mutige

Armin Huber, 12. 04. 2018

Der Japan-Austausch neigt sich so langsam dem Ende zu. Grund genug, auf die Aktivitäten der letzten Tage zurückzublicken: Denn noch einmal konnten unsere Schülerinnen und Schüler ungewöhnliche Eindrücke sammeln. In Begleitung durch Herrn Oshima und Frau Sate von der Kokugakuin High School führte sie ein Ausflug von Tochigi nach Nikko, auf dem sie den neu restaurierten weltberühmten Toshogu-Schrein mit seinen buddhistischen und shintoistischen Elementen besichtigen konnten. Der Name des Schreins bedeutet, sag niemals kekko (herrlich), bevor du nicht Nikko gesehen hast. Er wurde 1617 erbaut und 1999 von der UNESCO mit anderen Schreinen und Tempeln in Nikkō zum Welterbe ernannt. An ihm konnten die Jugendlichen auch die berühmte Schnitzerei der drei Affen an der Fassade des heiligen Pferdestalls entdecken, die nichts sehen, nichts hören und nichts sagen. Die Affen symbolisieren die buddhistische Tugend.
Der Schrein ist in eine großartige Berglandschaft eingebettet. Eine Steiltreppe führt zum berühmtesten Gebäude Nikkos, dem Traumtor Yomei. Dessen Verzierungen und Malereien thematisieren Szenen aus dem Alltagsleben und der Inkarnationen. Es bietet Zutritt zur Nebenhalle des Misoradono Schreins, wo im rot lackierten Gang früher die Shogune empfangen wurden. Auch hier begeistert der Anblick der umgebenden Natur: Der Kegon-Wasserfall und die Basaltorgeln des Lavastroms des Nantei-Vulkans.
Daran schloss ich der Besuch der Hafenstadt Oarei am Pazifik an, dessen Fischmarkt ein breites Sortiment an Fischen und Seetieren bietet. Mutige Probieren hier die Austern. Das Aquarium in Oarei bietet eine Delfinshow. Zurück an der Schule standen nach den Ausflügen Aktivitäten mit den japanischen Schülerinnen und Schülern auf dem Programm, z. B. ein Kurs in Kaligraphie, Judo und Kendo. Dann hieß es von den Freunden an der Tochigi High-School Abschied zu nehmen. Nachdem die Schulleiter Herr Aoki und Herr Huber Gastgeschenke überreicht hatten, feierten die Schülerinnen und Schüler aus Trier mit ihren Austauschpartnern und der Englischfachschaft eine Sayonara-Party.

 

 

Japan-Foto-Tagebuch (IV): Kogugakuin High School, Tochigi

Dorothea Winter, Hans Willkomm, 09. 04. 2018

Unsere Schülerinnen und Schüler sind inzwischen an der Kogugakuin High School in Tochigi eingetroffen. Hier haben sie das Wochenende in den Gastgeber-Familien verbracht und am Montag das schulische Internat besucht. Erster Programmpunkt am Montagmorgen war aber eine Stadtführung in Tochigi mit einer Bootsfahrt mit den Kopfbedeckungen der Samurai und Reisbauern wie zur "Eddo-Zeit". Die Karpfen-Fahnen wehen über dem Fluss Usuma aus Anlass der jährlichen Feier zu Ehren der männlichen Jugend. Sie sind Symbole für den Bildungsaufstieg und Karriere der Jungen. Daran hat sich die Besichtigung des Shinmeigu Shrines mit japanischem Garten angeschlossen. Nachmittags ging es zurück in die Kogugakuin High School: Nach einer Führung durch das Schulgebäude haben unsere Jugendlichen am Englischunterricht einer Abschlussklasse teilgenommen - das gab einen fröhlichen sprachlichen Austausch in Kugellagermethode. Zum Abschluss des Tages wurde das Schulobservatorium besucht. 

 

 

Japan-Foto-Tagebuch (III): Sayonara-Party im Grand Hotel


Armin Huber, 07. 04. 2018

Für die Schülerinnen und Schüler standen die Zeichen heute auf Abschied: In einer festlichen zweistündigen japanischen Zeremonie haben sie sich von ihren Gastgebern in Nagaoka verabschiedet. Dominik Johnson danke in seiner auf Englisch gehaltenen Abschiedsrede im Namen aller Trierer den Gastgebern für die herzliche Aufnahme und das interessante Programm in Nagaoka. Auch der weitere Verlauf des Abends war für die Jugendlichen eine durchaus ungewohnte Herausforderung: Unter der Leitung von Jona Knopp haben sie für ihre Gastgeber traditionelles deutsches Liedgut angestimmt. Darunter auch das in Japan populäre, in Deutschland schon etwas vergessene Lied von der "Loreley" von Heinrich Heine, das japanische Kinder in der Schule lernen. Auslandsreisen bilden manchmal anders als vorher gedacht.


 

 

Japan-Foto-Tagebuch (II): Bad im Schnee

Armin Huber, 06. 04. 2018

Die Schülergruppe der Japan-AG hat ihre Japan-Reise fortgesetzt: Bei einem Ausflung mit einer Übernachtung in einem traditionellen Landhaus in der Oguni-Area, ca. 40 km südlich von Nagaoka, wurden unsere Schülerinnen und Schüler überschwänglich von einigen Dorfbewohnern begrüßt. Mit Rico Curry gab es mittags ein typisches japanisches Essen, bevor nachmittags das Dorf erkundet wurde. Noch ist der Winter nicht vorbei, in den Bergen lag hier im Januar der Schnee drei Meter hoch. Deshalb sind die Fenster noch immer mit Brettern geschützt und der Schnee taut nur langsam ab. Hier konnten die Schülerinnen und Schüler Origami falten, Gruppenfotos machen und in den warmen Quellen eines typischen japanischen Badehauses entspannen. Japan pur erlebten sie auch beim Übernachten auf Tatami-Matten in kalten Räumen. Zuvor gab es aber noch einmal japanische Köstlichkeiten, z. B. frittierte Fische und Gemüse. 

 

 

Japan-Foto-Tagebuch (I): Kendō-Kämpfe und Kirschblüte

Armin Huber, 04. 04. 2018

Die Schülerinnen und Schüler der Japan-AG sind schon in der letzten Ferienwoche zu ihrem Austausch nach Fernost aufgebrochen. Dort werden sie vom 01. 04. - 15. 04. 2018 Land und Leute kennen lernen. Erste Station ist Nagaoka auf Honshu, der Hauptinsel von Japan, etwa 250 km von Tokio entfernt. Dort genießen sie nun nicht nur die japanische Gastfreundschaft, sondern sie haben bereits bei einer Kendō-Einführung die Theorie und Praxis des Umgangs mit dem Bambusschwert erlebt. Beeindruckend war nachmittags die Exkursion zum Schrein, an der auch die japanischen Highschool-Schüler teilnahmen. Außerdem bestaunten unsere Schülerinnen und Schüler den Beginn der Kirschblüte im Park von Nagaoka: Die Sakura ist eines der wichtigsten Symbole der japanischen Kultur. Sie markiert nicht nur den Anfang des Frühlings, sondern steht auch für Schönheit, Aufbruch und Vergänglichkeit.