Jens Kornmüller, 25. 01. 2017

Aus Anlass des "International Holocaust Remembrance Day" haben die Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen im Broadway-Kino eine Vorführung des Filmes "Die Fälscher" besucht, der 2008 den Oscar in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film" gewann. Der Film erzählt die wahre Geschichte der größten Geldfälschungsaktion aller Zeiten. Als in den letzten Kriegsjahren die Lage für sie immer aussichtsloser wurde, beschloss die Führung des Dritten Reiches, die Wirtschaft der Kriegsgegner mit Falschgeld zu überschwemmen. Im KZ Sachsenhausen wurde eine Fälscherwerkstatt errichtet. Die dort internierten Funktionshäftlinge mussten einen Gewissenskonflikt ausfechten: Wenn sie die Falschgeldproduktion ihrer Peiniger unterstützen, hatten sie die Chance zu überleben. Sabotierten sie, bedeutete dies zwar ihren sicheren Tod - aber auch möglicherweise eine Verkürzung des Krieges und eine frühere Beendigung der Massentötungen. Diesen Konflikt haben die Jugendlichen im Anschluss an die Filmvorführung dann auch in ihren Klassen diskutiert. Der Gedenktag ist von den Vereinten Nationen anlässlich des Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee am 27. Januar 1945 eingeführt worden und wird in Deutschland als "Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus" bereits seit 1996 begangen.