Claudia Hein, 06. 11. 2017

Jeweils zweieinhalb Tage standen jedem Biologie-Leistungskurs in der Jahrgangstufe 12 zur Verfügung, um gewässerökologische Untersuchungen im Freiland und im Labor intensiv kennenzulernen. Von der biologisch-ökologischen Station Bettenfeld wurde dieses Projekt (betreuende Lehrer: Herr Börner, Frau Hein, Frau Krämer) professionell unterstützt.
Auf dem Meerfelder Maar wurden Tiefenmessungen (bis 17 m Tiefe) vom Ruderboot aus mit empfindlichen Elektroden durchgeführt, Gewässerproben für die nachfolgende Laboruntersuchung auf Nitrat-, Ammonium- und Phosphatgehalt entnommen sowie eine Faulschlammprobe vom Gewässergrund olfaktorisch und sensorisch geprüft! Trotz des späten Termins im Jahr war die Schichtung im See noch gut erkennbar und so konnten die theoretischen Kenntnisse über die Ökologie eines Sees durch eigene Untersuchungen bestätigt werden.



Die Gewässergüte eines Fließgewässers wurde am Beispiel des Wingelsbachs von Bettenfeld bis in die Wolfsschlucht bestimmt: Durch Sammeln und Bestimmen von wirbellosen Tieren des Bachs, Feld- und Laboruntersuchungen der chemischen-physikalischen Parameter des Bachwassers sowie Begutachtung der Gewässerstruktur konnten mit der biologischen Gewässergüte, der chemischen Gewässergüte und der Gewässerstrukturgüte drei Indices bestimmt werden, die mittel-, kurz- und langfristige Aussagen über die Qualität des Gewässers ermöglichen und den Einfluss verschiedener Faktoren (auch von einer Kläranlage und durch landwirtschaftliche Nutzung) erkennen lassen.
Sowohl die unter professioneller Anleitung durchgeführten Laboruntersuchungen als auch die Messungen in Maar und Bach ermöglichten den Leistungskursschülern Einblicke in biologische Arbeitsweisen, die über die schulischen Möglichkeiten hinausgehen.