Jens Kornmüller, 31. 10. 2017

Mit einer Führung durch die alte polnische Königsstadt Krakau ist das fünftägige Studienprojekt für sechs Oberstufen-Schülerinnen und -Schülern in Auschwitz zu Ende gegangen. Sie war der Schlusspunkt unter einem sehr intensiven Arbeitsprogramm, dessen Schwerpunkte die Führungen durch das Stammlager Auschwitz I sowie das riesige Lager Auschwitz-Birkenau waren. Das KZ Auschwitz war das größte Vernichtungslager der SS: Etwa 1,5 Millionen Menschen sind dort innerhalb von viereinhalb Jahren ermordet worden. Dass darunter auch ehemalige MPG-Schüler waren, konnten die Schülerinnen und Schüler im „Großen Buch“ des Museums entdecken. Die Exkursionen wurden täglich in mehreren Workshops nachbereitet. Höhepunkt der Studienreise waren aber zwei ausführliche und sehr beeindruckende Gespräche mit dem 91-jährigen Holocaust-Überlebenden Paul Sobol. Sobol wurde als 18-Jähriger 1944 in dem Vernichtungslager Auschwitz inhaftiert, das er durch Zähigkeit und Glück überlebte.
Die MPG-Gruppe ist auf Einladung der Organisation „Témoins de la 2ème Génération“ nach Polen gereist, die von dem ehemaligen Luxemburger Verteidigungs- und Umweltminister Charles Goerens gegründet wurde. Sie hat sich der Erinnerung an den Holocaust und der Völkerverständigung verschrieben und veranstaltet jährlich diese hervorragend organisierte Studienfahrt. Wer Interesse hat, im nächsten Jahr mitzufahren, kann sich bei Herrn Kornmüller melden. Hier geht es zur Fotostrecke:

 
Eingang zum Stammlager Auschwitz I

Gedenkzeremonie an der Todeswand, an der viele Inhaftierte erschossen wurden

Krematorium in Auschwitz I

Blick von der Selektionsrampe auf das Eingangstor des Vernichtungslagers Auschwitz-Brikenau

oben: Reste der ehemaligen Lagerbaracken / unten: Krakau