Frank Feder, 26. 10. 2017

Auf Einladung der Luxemburger Organisation „Témoins de la 2ème Génération“ nehmen sechs Schülerinnen und Schüler der Oberstufe gemeinsam mit etwa 150 Jugendlichen aus Luxemburg an einem Studienprojekt im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz teil. Dort werden sie Paul Sobol treffen, einen der wenigen verblieben Zeitzeugen des Vernichtungslagers. Ihm ist es auch mit 91 Jahren ein Anliegen, junge Europäer nach Auschwitz zu begleiten, um an die Schrecken des Nationalsozialismus zu erinnern, aber auch um mit den Jugendlichen über die Verpflichtungen zu sprechen, die sich aus diesem dunklen Kapitel ergeben. Er ist ein überzeugter und überzeugender Europäer und Friedensaktivist, der nach der Befreiung des KZs nach Frankreich gegangen ist und sich seit Jahrzehnten in der Erinnerungsarbeit engagiert. Darüber hinaus haben die MPG-Schüler die Möglichkeit, in zahlreichen Workshops die Thematik zu vertiefen. Dass das MPG als einzige deutsche Schule zu diesem Projekt eingeladen wird, verdankt es der Initiative der ehemaligen Lehrerin Juliette Willinger-Rass, die auch in diesem Jahr wieder die Schülergruppe begleitet. Die Fahrt nach Polen ist anstrengend und belastet emotional; es ist eine Fahrt in eine schreckliche Vergangenheit, die uns die Aufgabe für die Zukunft stellt, Vergleichbares nicht zuzulassen und Einsatz zu zeigen für Demokratie und Menschenrechte im Rahmen der europäischen Idee. Wir sind dankbar, dass unsere Schülerinnen und Schüler das mit unseren luxemburgischen Nachbarn gemeinsam tun dürfen.