Dr. Holger Kunz, 20.12.2014

... lautete einer von zwei Vorträgen, die Prof. Dr. Metin Tolan zur Begeisterung seiner Zuhörer am Max-Planck-Gymnasium präsentiert hat.

 

Im öffentlichen Vortrag am vergangenen Donnerstag vor über 250 Zuhörern in der altehrwürdigen Aula erfreute der Professor für Experimentelle Physik von der Technischen Universität Dortmund das Publikum mit humoristischen Einlagen rund um spannende Szenen aus James Bond-Filmen. Dabei entpuppte sich der Dozent als exzellenter Kenner des Superhelden und nahm ihm auch nichts von seiner Aura. Ganz im Gegenteil, Tolans Berechnungen offenbarten ein ums andere Mal die übermenschlichen Fähigkeiten der Filmprotagonisten. Die physikalischen Analysen von Auto-Stunts oder Magnetfeldern von Uhren stellten heraus, welche außergewöhnlichen, gar übermenschlichen Fähigkeiten der Held und sein Unterstützer, Mr. Q, besitzen müsste. Die eigens aus Neuerburg angereisten Schülerinnen und Schüler waren mit ihrem Lehrer überaus erfreut: „Es hat sich sehr gelohnt!“ Ein kurzweiliger Vortrag, bei dem es Herr Tolan versteht die Balance zwischen Unterhaltung und physikalisch-fachlicher Analyse zu wahren – so resümierten nicht wenige der Besucher, auch aus den umliegenden Schulen. Sichtbar wurde die ausgelöste Begeisterung auch daran, dass er beim anschließenden Buchverkauf gar nicht genügend Exemplare vorrätig dabei hatte, um der großen Nachfrage nach seinen handsignierten Werken gerecht zu werden.

Herr Huber bedankte sich bei Herrn Prof. Tolan und würdigte den Vortrag als brillanten  Abschluss im Jahr des 100-jährigen Jubiläums des MPG in der Sichelstraße. Damit beschließt ein Beitrag aus dem mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich, der ja zugleich auch Schwerpunkt ist, dieses besondere Jahr für die Schule.

Für die MPG-Schülerinnen und -Schüler der Oberstufe setzte sich das analytische Feuerwerk von Prof. Tolan am Freitagvormittag fort. Mit Hilfe von Filmszenen aus „Star Trek“ schaffte es der Wissenschaftskabarettist den aktuellen Wissensstand bezüglich der Suche nach erdähnlichem Leben im All, die Funktion des Warp-Antriebs oder die Möglichkeiten von Zeitreisen plastisch zu erläutern.

Insgesamt waren die Veranstaltungen eine gelungene Mischung aus Unterhaltung und Werbung für die Physik.