Digital, wie sollte es 2021 anders sein, wurden die „Regionalwettbewerbe“ durchgeführt. Unsere 20 Schülerinnen und Schülern wurden formal den Regionalwettbewerben von Remagen im Norden über Koblenz, Mainz und Kaiserslautern bis nach Landau in der Südpfalz zugeordnet.

Vom heimischen Schreibtisch aus präsentierten sie insgesamt ausgesprochen erfolgreich ihre Projekte und nutzen dabei alle Möglichkeiten zur Online-Präsentation. Es wurden vorab Filme gedreht, Fotos angefertigt und alles in Präsentationen aufbereitet. Sogar Generalproben wurden abgehalten, um sich den Rat der zuhörenden Mitschüler und Lehrkräfte einzuholen. Letztlich ging es darum, einen guten Eindruck zu machen, mit fachlicher Kompetenz zu überzeugen und methodisch alle Register zu ziehen, um den Fragen der Juroren standhalten zu können und sie zu überzeugen. Und dies gelang phantastisch. (Holger Kunz, 06. 04. 2021)

Informationen zu allen Arbeiten und Teilnehmerinnen und Teilnehmern finden Sie hier unter "Weiterlesen".

Aaron Curto (13a)                                          
Ergebnis: 1. Platz in Biologie
Zigarettenstummel: Auswirkung auf Pflanzen
Betreuerin: Mailin Brenner

Aarons Ärgernis über achtlos auf den Boden geworfene „Zigarettenstummel“ sind Ausgangspunkt für seine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Frage nach den Auswirkungen des Zigarettenmülls auf Pflanzen. In seinen praktischen Keimungsversuchen mit Kresse und Bohnen hat er die schädigenden Auswirkungen auf die Pflanzen eindrucksvoll dokumentiert.

 

Patrick Claus (13d)                                        
Ergebnis: 2. Platz und Sonderpreis in Biologie
Natürliche Schwarmverhinderung als Maßnahme gegen das Bienensterben
Betreuerin: Mailin Brenner

Patrick hat in seiner vierjährigen Studie untersucht, ob man durch Einsetzen einer zusätzlichen Leerzarge das Scharmverhalten von Bienenvölkern verhindern kann. Seine Wildbau-Methode zeigt sich als ausgesprochen effizient, da die Tendenz zu schwärmen von üblicherweise um 90 % bei ihm auf etwa 14 % zurückgegangen ist.

Durch die geringere Schwarmtendenz ist die Wahrscheinlichkeit des Verwilderns einzelner Bienenschwärme und den unausweichlichen Tod durch die Varroamilbe deutlich verringert. Patrick hat damit eine geeignete Maßnahme gegen das Bienensterben dokumentiert. Ein Video zeigt die Arbeit von Patrick mit seinen Bienen:

 

Luca Krawczyk (13e)                                     
Ergebnis: 2. Platz in Arbeitswelt
Entwicklung einer Web-App zur Vereinfachung und Übermittlung von Bestellformularen
Betreuer: Peter Braeutigam

Luca hat eine App programmiert, die Organisationsabläufe für betriebsinterne Bestellungen zwischen Filialen einfach und übersichtlich handhabt sowie Statistiken über verkaufte bzw. überschüssige Eismengen führt. 

 

Arne Ewald (13f)                                            
Ergebnis: 3. Platz in Biologie
Fluoreszenz - Wie man innere Vorgänge von Pflanzen optisch sichtbar machen kann.
Betreuerin: Karina Hausknecht

Die Fotosynthese setzt nicht direkt bei Belichtung ein, sondern die Enzyme und Elektronentransportketten benötigen einen Moment, bevor sie aktiv werden. Die in der Zwischenzeit aufgenommene Energie muss aber abgegeben werden und dies geschieht über Fluoreszenz. Die Suche nach Bildern, die dies zeigen, enttäuschten Arne: „Da ich bei meinen Recherchen zum Kautsky-Effekt keinerlei zufriedenstellende Fotos fand, was es mein größter Anreiz und die größte Herausforderung, eine Möglichkeit zu finden, die Ergebnisse optisch deutlich und klar darzustellen.“ Arne hat mit Hilfe der Chlorophyllfluoreszenz den Kautsky-Effekt am Blatt einer Amaryllispflanze schön veranschaulicht.

 

Ingmar Kloß (13c)                                          
Ergebnis: 3. Preis in Physik
Untersuchungen zur Computertomographie anhand eines zweidimensionalen Modells
Betreuer: Hans Willkomm

Ingmar hat in seinem Projekt anhand eines zweidimensionalen Modells die Funktionsweise eines Computertomographen in vereinfachter Form aufgezeigt. Er hat die der Computertomographie zugrundeliegenden physikalischen und mathematischen Theorien diskutiert und in einem Modellversuch nachvollzogen, wobei das Lambert-Beersche Gesetz als Grundlage dient. Ingmar hat verschiedene Einzelversuche zur Absorption von Gammastrahlung durchgeführt, welche schlussendlich zu einem Modellversuch hinführen. Anhand dieses Modellversuches rekonstruierte er die „Struktur eines Modellkörpers“ analog der Prinzipien beim Computertomographen.

 

David Kopczynski (13e)               
Ergebnis: 3. Platz mit Sonderpreis in Arbeitswelt
Automatische Umsortierung von Schülern in Kursen
Betreuer: Peter Braeutigam

Beim Berufsinformationstag stellen zahlreiche Eltern in einem oder mehreren Zeitfenstern ihren Beruf vor. Die Schülerinnen und Schüler wählen nach ihren Interessen die Berufe aus. Der folgende Organisationsschritt besteht in der Zuteilung der Schüler auf die Kurse, ohne dass es zu unnötigen Freizeiten kommt. Dafür hat David ein Programm erstellt, dass die Schülerinnen und Schüler in die gewählten Kurse einteilt und ggf. so umsortiert, dass es bei Überschreitung der Maximalgröße eines Kurses zur optimalen Kursauslastung ohne Wartezeiten kommt.

 

Lukas Mattes    (13e)                                    
Ergebnis: 3. Preis in Geo- und Raumwissenschaften
Ausflug an den Rand des Weltalls
Betreuer: Hans Willkomm

„In meiner Arbeit habe ich zwei Wetterballonflüge geplant, dazu die Sensoren gebaut und die Flüge durchgeführt. Anschließend habe ich über 40000 gesammelte Messdaten ausgewertet. Besonders aufregend war für mich der Start, denn wenn man einmal den Balkon losgelassen hat gibt es kein Zurück mehr! Beide Flüge waren erfolgreich und die Ergebnisse sehr spannend.“ Die Hans-Riegel-Stiftung hat Lukas Facharbeit unter folgendem Link veröffentlicht:

 

Lars Meyer (13g)                                            
Ergebnis: 3. Platz in Arbeitswelt
Basisdatenbestimmung eines Röntgentherapiegerätes mit einer Beschleunigungsspannung zwischen 10kV und 50 kV
Betreuer: Markus Lellinger

Röntgenstrahlung wird zur Therapie von Haut- oder oberflächennahen Tumoren eingesetzt. Nach dem Austausch einer Röntgenröhre bestimmte Lars die Basisdaten der neuen Röhre, weil die alten Werte vom Typ der Röhre abhängen und daher nicht mehr verwendet werden können. Für eine erfolgreiche Behandlung ist es entscheidend, die optimale Dosis zu ermitteln, denn zwischen der Tumorvernichtung und der Zerstörung von gesundem Gewebe liegt nur ein geringer Strahlendosisunterschied.

 

Lina-Sophie  Bastian (13d)                         
Ergebnis: Teilnahme in Geo- und Raumwissenschaften
Renaturierung des Tiergartentals (Trier Olewig) im Hinblick auf den Hochwasserschutz
Betreuer: Volker Germund

Lina-Sophie analysiert den Bachlauf im Tiergartental und dokumentiert umfassend die umgesetzte Renaturierung. Sie nutzt Begehungen, Befragungen und Experteninterviews um zu Ihrer Analyse, z. B. im Hinblick auf den Hochwasserschutz, zu kommen.

 

Felix Jansen (13c)                                          
Ergebnis: Teilnahme in Physik
Flüssigkristalle und ihre Bedeutung für die heutige Bildschirmtechnologie
Betreuer: Hans Willkomm

 „Ein LCD (Liquid Crystal Display) besteht aus vielen kleinen symmetrisch angeordneten Zellen, die einfachsten sind hierbei die TN-Zellen. Der Bau einer solchen Zelle, um das Funktionsverfahren eines LCDs modellhaft darzustellen, war der Anreiz für meine wissenschaftliche Arbeit. In diesem Rahmen habe ich einen speziell konzipierten Bausatz gewählt, mit welchem sich verschiedene physikalische Eigenschaften von Flüssigkristallen besonders adäquat darstellen lassen und aus den Ergebnissen der technische Wert dieser erkenntlich wird. Aufgrund der Covid19 Pandemie ab Beginn des Jahres 2020, war es nicht mehr möglich dieses Projekt umzusetzen, weshalb in dieser Arbeit primär die theoretische Analyse, in Folge dessen die theoretische Struktur- und Funktionsanalyse einer TN-Zelle behandelt wird.“

 

Roman Ries (10e)                                          
Ergebnis: Teilnahme in Mathematik/Informatik
Piepmatz – mit welcher Wahrscheinlichkeit verlässt der Vogel den Baum?
Betreuer: Hans Willkomm

„Ich habe in meiner Arbeit das Kinderspiel „Piepmatz“ untersucht, bei dem ein Vogel, der „Piepmatz“ mitten in einem Baum in seinem Nest sitzt und mit Hilfe eines Würfels immer weiter nach außen hüpft, bis er schließlich wegfliegen kann. Wenn er Pech hat, muss er aber auch wieder ein Stück zurück. Dabei ergibt sich die Frage, mit welcher Wahrscheinlichkeit er in der minimalen Anzahl von vier Würfen den Baum verlassen kann. Ich habe das Problem mit Hilfe eines Baumdiagramms gelöst und meine Lösungsstrategie auf größere Bäume übertragen. Außerdem habe ich die Fragestellung auf andere Spielpläne übertragen und beantworten können.“

 

Nicole Scheiermann (13d)                         
Ergebnis:  Teilnahme in Biologie
Nachhaltige Reduktion des Treibhausgases Kohlenstoffdioxid durch Pflanzen
Betreuerin: Mailin Brenner

Nicole zeigt in Ihrer experimentell sehr umfangreichen Arbeit zum Pflanzenwachstum und zum Chlorophyllgehalt das hohe Potenzial auf, das Algen, Seegraswiesen und Tangwälder haben, um Kohlenstoffdioxid nachhaltig und effektiv zu fixieren.

 

Tim Bettendorf und Nils Kuhl (beide 9c)              
Ergebnis: 1. Platz in Chemie
Recycling von Seife
Betreuer: Mirjam Müller und Thomas Schemer

Tim und Nils erkannten im Zuge der Hygieneregel „regelmäßiges Händewaschen“ ein großes Potenzial, und fragten sich, ob man die nicht genutzte Seife zurückgewinnen könnte? „Zuerst haben wir uns theoretisch mit der Herstellung von Seife beschäftigt und dann unsere eigene Seife produziert. Dann haben wir uns überlegt, wie wir die nicht verwendete Seife auffangen und wie wir die Wiederverwertbarkeit messen. Wir haben uns dann für den pH-Wert als ein Maß für die Reinigungskraft bei der Wiederverwendung entschieden.“

 

Leopold Bauer (6c)                                                       
Ergebnis: 1. Platz in Mathematik/Informatik
Schneiden von Geraden
Betreuer: Hans Willkomm

„Wenn sich fünf Geraden schneiden, kann man bis zu 10 Schnittpunkten bekommen. Ich habe untersucht, warum das so ist und wie viele Schnittpunkte man allgemein mit n Geraden bekommen kann. Dabei habe ich gezeigt, dass man auch eine bekannte Formel eines Mathematikers benutzen kann. Dann fand ich es spannend, die Frage nach der Anzahl der Schnittpunkte auf Kreise zu übertragen, was viel schwieriger war, als ich zuerst dachte. Aber auch hier habe ich ein paar interessante Ergebnisse gefunden.“

 

Cajus Amadeus Zanoth (8d)                                      
Ergebnis: 1. Preis in Mathematik/Informatik
Viele Dreiecke! Zerlegung und Flächenberechnung von Polygonen
Betreuer: Christian Zanoth und Peter Braeutigam

„In meinem Projekt geht um das Berechnen des Flächeninhaltes von Vielecken. Dazu habe ich die Vielecke zuerst in kleinere Figuren zerlegt, deren Inhalt ich am besten mit meinem derzeitigen Wissensstand in der 8. Klasse berechnen kann. Für das Zerlegen und Berechnen habe ich einen Algorithmus entwickelt und programmiert.“

 

Maya Sharma (6a)                                                        
Ergebnis: 3. Preis in Mathematik/Informatik
Zahlen nach Regeln
Betreuer: Hans Willkomm

„In meiner Arbeit habe ich versucht, Zahlen zu finden, auf die bestimmte Regeln zutreffen, die wir in unserer Mathe-AG besprochen haben. Ich wollte herausfinden, wie viele es sind und warum es nur eine bestimmte Anzahl an Zahlen gibt, die diese Regeln erfüllen.

Die Regeln:

  1. Die erste Ziffer ist größer als die letzte.
  2. Die zweite Ziffer ist zweimal so groß wie die erste.
  3. Die dritte Ziffer ist 4 kleiner als die zweite.
  4. Die vierte Ziffer ist um 3 größer als die zweite.

Das sind die Zahlen, die ich gefunden habe: 24070, 24071, 36290, 36291 und 36292. Als ich das verstanden hatte, habe ich mir noch eigene Regeln ausgedacht und die passenden Zahlen dazu gesucht.“

 

Lennart Schwarz (6c) und Fynn Steven (6a)
Ergebnis: Teilnahme in Mathematik/Informatik
Das rollende Dreieck
Betreuer: Hans Willkomm

„Zuerst haben wir ein Dreieck in ein Quadrat mit doppelt so großer Seitenlänge in eine Ecke gesetzt. Durch kippen um eine Ecke haben wir es dann einmal im Quadrat „rund gerollt“, bis es wieder in der gleichen Ecke war. Aber war wieder die gleiche Spitze oben? Die Antwort ist nein und wir haben es noch zweimal rumrollen müssen, bis die gleiche Ecke wieder oben war. Mit Hilfe von Geogebra haben wir dann weitere Fragen beantworten können:Was ändert sich, wenn man die Quadratseiten verdoppelt, verdreifacht, …?
Wie oft muss man das Dreieck in einem Dreieck, Fünfeck oder Sechseck rumrollen?
Wie sieht es aus, wenn man statt des Dreiecks ein Quadrat rollen lässt?“

 

Anna-Mina Otten (6c)                                 
Ergebnis: Teilnahme in Mathematik/Informatik
Fünfmal die Drei
Betreuer: Hans Willkomm

„Mein Startproblem war, ob man alle Zahlen von 0 bis 10 mit fünf Dreien bilden kann, wenn man sie addieren, subtrahieren, multiplizieren und dividieren darf. Außerdem kann man noch Klammern verwenden. Schnell hatte ich sogar mehrere Möglichkeiten für jede Zahl gefunden und auch die größte Zahl, die man mit fünf Dreien darstellen kann. Dann habe ich das Gleiche mit fünf Einsen, Zweien, Vieren usw. versucht und es auch mit weniger Zahlen von jeder Sorte versucht, zum Beispiel mit zwei, drei oder vier Dreien.“