Vier von zwölf Preisen gingen beim Landes-Wettbewerb der Dr. Hans Riegel-Stiftung für „Besonders gute vorwissenschaftliche Arbeiten von Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe II“ ans Max-Planck-Gymnasium. Im Fach Physik errangen sie sogar die ersten drei Plätze.

Mit spannenden Beiträgen haben sich SchülerInnen des Max-Planck-Gymnasiums Trier beim Wettbewerb der Dr. Hans Riegel-Stiftung für „Besonders gute vorwissenschaftliche Arbeiten von Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe II“ in den MINT-Fächern beworben.

In Zusammenarbeit mit der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) fand am Sonntag, dem 15. November 2020 in einer Online-Veranstaltung die Preisverleihung für das Land Rheinland-Pfalz statt. Mit ihren in der Jahrgangsstufe 12 erstellten Facharbeiten konnten unsere SchülerInnen dabei vier der zwölf Preise ans MPG holen.

Den 2. Preis im Fach Mathematik erhielt Lilli Raile mit ihrer Arbeit zu einem hochaktuellen Thema. Sie untersuchte die Ausbreitung des Coronavirus mit mathematischen Methoden. Beeindruckt war die Jury, dass Lilli dabei nicht den üblichen analytischen Weg über Differenzialgleichungen wählte, sondern einen stochastischen Ansatz mit sogenannten „Markov-Ketten“. Ihre Facharbeit wurde von Frau Brauer betreut.

Im Fach Physik konnten gleich alle Teilnehmer des MPG die Fachjury überzeugen und die drei Preise in diesem Bereich einstreichen.

Lars Meyer erhielt den 3. Preis für eine Arbeit, die er in Zusammenarbeit mit dem „Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen Trier“ anfertigte. Um ein Röntgengerät in Betrieb nehmen zu können, brauchte die Klinik zur Gewährung der Sicherheit der Patienten etliche Messreihen. Lars führte diese sorgfältig durch, dokumentierte die Ergebnisse nach wissenschaftlichen Kriterien und setzte sich mit auftretenden Problemen erfolgreich auseinander. In der Klinik wurde er dabei von Herrn Dipl.-Ing. Alexander Borowski kompetent unterstützt. Bemerkenswert auch die tiefreichenden physikalischen Betrachtungen in seiner Facharbeit, die Herr Lellinger betreute.

Den 2. Platz belegte Lukas Mattes. Er überzeugte mit einer Arbeit mit dem Thema „Ausflug an den Rand des Weltalls“, in der er zwei von ihm durchgeführte Flüge mit Wetterballons darstellt und auswertet. Lukas hat diese mit einer von ihm selbst konzipierten Sensorbox bestückt, mit der er Daten für die Messgrößen Temperatur, Druck, Flugweite und Beschleunigung sammelte und anschließend auswertete. Theoretisch untermauerte er seine Arbeit u.a. mit Überlegungen zur Flugroutenplanung und zur maximalen Flughöhe. Betreut wurde er von Herrn Willkomm.

Den 1. Preis erhielt Ingmar Kloß für seinen „Modellversuch zur Computertomographie“.

In seiner Arbeit durchleuchtet er in seinem Hauptversuch einen „Modellkörper“ aus elf verschiedenen Richtungen mit Gammastrahlung und analysiert das aus seinen theoretischen Überlegungen resultierende Gleichungssystem. Mit interessanten, eigenständigen Überlegungen diskutiert er, warum dieses System keine Lösung hat. Es folgt eine sehr gute, ausführliche Analyse der einzelnen Messwerte mit dem „gesunden Menschenverstand“, mit der es ihm gelingt, die Struktur des Modellkörpers zu entschlüsseln. Auch Ingmar wurde von Herrn Willkomm betreut.

Neben Preisgeldern ermöglichen die Dr. Hans Riegel-Fachpreise Preisträgern den Zugang zu nachhaltigen Förderangeboten in Form von kostenlosen Seminaren und Konferenzen. Alle Siegerinnen und Sieger haben die Möglichkeit dem sogenannten „MINT TANK“ der Stiftung beizutreten, in den Genuss eines umfangreichen Förder- und Vernetzungsangebotes zu kommen.