Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern,

die Berichterstattung zum Thema Schulen hat letzte Woche bei vielen Eltern und Schüler*innen, aber auch bei Lehrkräften zu großer Verunsicherung geführt. 

Dies liegt u.a. daran, dass in den Medien Sachverhalte vielfach in überzogener und dramatisierender Weise dargestellt wurden und Zahlen ohne jeglichen Kontext präsentiert wurden. 

Bei der in letzten Woche im Trierischen Volksfreund genannten Zahl von 936 positiv getesteten Schülerinnen und Schülern fehlt z.B. die Bezugsgröße: Die Zahl bezieht sich auf eine Gesamtzahl von 521.000 Schülerinnen und Schülern in ganz Rheinland-Pfalz.

Die ADD schreibt über die aktuellen Zahlen in Rheinland-Pfalz folgendes:

„Über die jeweils aktuelle Situation können Sie sich auf https://corona.rlp.de/de/themen/schulen-kitas/ informieren; dort finden sie die tagesaktuellen Fallzahlen für ganz Rheinland-Pfalz dokumentiert. Im Schulaufsichtsbezirk Trier stellt sich die Situation im Moment wie folgt dar: An den 31 Gymnasien des Bezirks gibt es 23 Schülerinnen oder Schüler, die positiv getestet wurden; an den 7 Integrierten Gesamtschule gibt es 13 Fälle. In keinem dieser Fälle ist bislang eine Ansteckung anderer Schülerinnen und Schüler oder Lehrkräfte nachgewiesen. An unseren 38 Schulen gibt es an 10 Schulen Teilschließungen, d.h. dass dort derzeit eine Lerngruppe (Klasse oder Kurs) aus vorsorglichen Gründen nicht im Präsenzunterricht ist. Ohne die Gesamtsituation verharmlosen zu wollen, sprechen die aktuellen Zahlen nicht für einen unkontrollierten Ausbruch“.

Am MPG sieht die aktuelle Situation wie folgt aus: 3 Schüler*innen sind zurzeit positiv getestet und befinden sich in Quarantäne. 3 weitere Schüler*innen sind als Verdachtsfälle vom Gesundheitsamt eingestuft worden und befinden sich ebenfalls in Quarantäne.

Auch muss ich in diesem Zusammenhang betonen, dass die Schule kein Infektionsherd ist, wie es fälschlicherweise in den Medien oft dargestellt wird. Bis jetzt, und auch wieder in den 3 aktuellen Fällen, haben sich die Schüler*innen über ihre Eltern und im außerschulischen Kontext angesteckt. Das lässt sich leider nicht vermeiden. Die Schüler*innen, die in den Klassen 8d und 9c vorsorglich vom Gesundheitsamt  in Quarantäne geschickt worden sind, weil sie in unmittelbarer Nähe der positiv getesteten Schüler gesessen haben, haben sich nicht infiziert. Das heißt: Das Tragen der Maske und das regelmäßige Lüften schützen vor einer Ansteckung.

Was Klausuren und Kursarbeiten betrifft, hat das Gesundheitsamt die Auflagen verschärft. Bei länger andauernden Kursarbeiten muss der Abstand 2 Meter betragen, damit keine Maske getragen werden kann. Das lässt sich im schulischen Kontext kaum mehr verwirklichen, so dass auch während der Klassen- und Kursarbeiten Maskenpflicht gilt. Bei Oberstufenklausuren haben wir aus diesem Grunde die Arbeitszeit erhöht, damit die Schüler*innen kurz ohne Maske auf den Schulhof gehen können. Wenn der Schüler/die Schülerin sich aber nicht imstande sieht, mit Maske die Kurs- oder Klassenarbeit zu schreiben, darf die Maske in diesem Sonderfall abgelegt werden: Man muss sich aber alleine oder im Randbereich vorne hinsetzen.

Das Tragen der Maske spielt in diesem Herbst und Winter eine immer größer werdende schützende Rolle. Aus diesem Grunde habe ich MPG-Masken herstellen lassen. Sie finden eine Kopie und die Reinigungshinweise im Anhang. Eine Maske kostet 3,- Euro. Sie können über den Kursleiter- und die Klassenleitung bestellt werden. Die Lehrer*innen sammeln das Geld zentral in den Klassen ein und lassen die Masken im Sekretariat abholen (so wie beim Verkauf des Jahrbuches).

Mit den besten Grüßen

Armin Huber, Schulleiter