Liebe Eltern,

wie ich Ihnen bereits mitgeteilt habe, beginnt am Montag der Unterricht am MPG im Regelbetrieb. Der Regelbetrieb muss aber so organisiert werden, dass eine Durchmischung der Schüler*innen verhindert wird. Wir haben uns Ende des letzten Schuljahres für das Kohortenprinzip entschieden.

An Stelle des Mindestabstands von 1,5 m tritt im Unterricht das „Kohortenprinzip“, d. h., dass innerhalb fest definierter Lerngruppen wie dem Klassenverband Schüler*innen wieder zu zweit in einer Bank zusammensitzen in der gegebenen Klassenstärke in einem Raum. Die größtmögliche Kohorte ist ein Jahrgang in der Oberstufe, die kleinstmögliche Kohorte eine Fördergruppe in einer Klasse. Von der 5. bis zur 10. Jahrgangsstufe bildet die Klasse die fest definierte Kohorte, in der Oberstufe aufgrund des Kurssystems ein Jahrgang. Eine möglichst geringe Durchmischung der Lerngruppen erfolgt durch folgende begleitende Maßnahmen:

•         Religionsunterricht

Der klassenübergreifende Religionsunterricht eines Jahrgangs (Ethik, katholische Religion, evangelische Religion) erfolgt in der Sek. I im digitalen Fernunterricht.

•         Wahlpflichtfächer 2. Fremdsprache

Die Französischklasse (Französisch 1. FS) und die Sportklasse haben eine festgelegte Sprachenfolge und unterliegen nicht der Fremdsprachenkopplung. Die zweite Fremdsprache Französisch, die von der Mehrheit der Schüler*innen gewählt wurde, wird entkoppelt. Jede Klasse hat ihren eigenen Französischunterricht. Latein wird aufgrund der geringen Anzahl klassenübergreifend angeboten (Teilung in der 10. Klasse eb/cb). In den Lateingruppen muss der Mindestabstand 1,5m eingehalten werden und die Schüler*innen müssen „blockweise“ sitzen. Den klassenübergreifenden Lerngruppen entsprechend werden ausreichend große Räume zugewiesen. 

•         Wahlfächer 3. Fremdsprache und Informatik

In der 9. Klasse im Wahlfach Informatik werden aufgrund der hohen Anzahl (70 Schüler*innen) feste Lerngruppen im Klassenverband gebildet. In den anderen Wahlfächern (Spanisch, Russisch, Informatik 10. Klasse) muss der Mindestabstand eingehalten und die Schüler*innen müssen „blockweise“ gesetzt werden. Diesen Gruppen werden die größten Räume zugewiesen.

•         Kooperationskurse in der 3. FS und in der Oberstufe

In diesen zahlenmäßig kleinen Lerngruppen muss der Mindestabstand eingehalten und die Schüler*innen müssen „blockweise“ gesetzt werden.

·         Förderunterricht

Es werden für die Jahrgangsstufen 5-9 Förder-AGs in den Fächern D, E, F, M, durchgeführt, die von Fachlehrer*innen unterrichtet werden, die in der Regel in der jeweiligen Jahrgangsstufe das Fach geben. Die Teilnehmer*innen mit Förderbedarf werden von den jeweiligen Fachkolleg*innen benannt. Nach einem Quartal wechselt der Förderlehrer in die nächste Fördergruppe des Jahrgangs.

·         Arbeitsgemeinschaften

Auch weitere größere Arbeitsgemeinschaften bzw. AGs der Kontaktsportarten können nur in einer Kohorte angeboten werden (z.B. Debattier-AG 12. Jahrgangsstufe, Fußball-AG Klasse 6d). Die einzelnen Gruppen sollten nach einem Quartal möglichst in eine andere AG wechseln, damit viele Kinder ihre Wunsch-AG belegen können (nicht bei langfristig angelegten AGs; z.B. MINT-AGs). Bei kleineren Arbeitsgemeinschaften mit Mischgruppen muss der Mindestabstand gewährleistet werden.

•         Pausenorganisation

Ziel ist ein möglichst geringer Kontakt zwischen den einzelnen Klassen und Jahrgängen. Jeder Jahrgangsstufe wird ein Oberstufenraum zugewiesen.

Die Pausen werden versetzt stattfinden.  Die Orientierungsstufe und die 7. Klasse hat Pause nach der 2. Stunde; jeder Klasse wird je nach Lage des Klassenraumes bei einer der drei Treppen und bei den Ausgängen ein Pausenhofteil zugewiesen. Die Schüler*innen der 9. und 10. Klasse sowie die Oberstufenschüler*innen können in der regulären Pause im Klassen- oder Kursraum bleiben.

•         Ganztagsschule

Klassengruppen aus dem Vormittag bleiben möglichst weiter bestehen, die in der Mensa (Mehrschichtbetrieb), in der Mittagspause, in der Lernzeit und in den AGs feste Kohorten bilden. Bei einer klassenübergreifenden Lerngruppenbildung muss der Abstand von 1,5m gewahrt bleiben und die Schüler*innen müssen in der Lernzeit „blockweise“ gesetzt werden. Kontaktsportarten und Kontakt-AGs werden in den klassen- bzw. jahrgangsübergreifenden Gruppen nicht angeboten.

Neben diesen notwendigen organisatorischen Maßnahmen müssen weitere pädagogische und technische Maßnahmen die Umsetzung des „Kohortenprinzips“ flankieren.

·         Verzicht auf Gruppenarbeit; Partnerarbeit (Sitznachbar) kann sowohl im Klassenverband als auch in einer Mischgruppe (Klassen sitzen „blockweise“) durchgeführt werden.

·         Die frontale Tischordnung in den Klassen bleibt bestehen und wird nicht durch gruppendynamische Verschiebungen verändert.

·         Es wird eine feste Sitzordnung festgelegt.

·         In der Klassen- und Kursleiterstunde wird das richtige Tragen der Masken erklärt. Eine weitere Vertiefung aus virologischer Sicht findet im naturwissenschaftlichen Unterricht (Biologie, 9. Klasse Chemie) statt.

·         Allen am Schulleben beteiligten Personen wird das Installieren der Corona-Warn-App auf dem Handy dringend empfohlen. Aus diesem Grund muss das Handy auf dem Schulgelände und im Schulgebäude lautlos eingeschaltet bleiben.

Gleichzeitig muss ich Sie dringend darauf hinweisen, dass sich Schüler*innen, die in einem Risikogebiet (z.B. Katalonien in Spanien) waren, obligatorisch nach dem Corona-Virus testen lassen  bzw. 14 Tage in Quarantäne gehen müssen. Wenn Sie also in dieser Woche aus einem Risikogebiet gekommen, darf Ihr Kind nicht zum Unterricht kommen. Die Karenzzeit muss abgewartet werden oder zwei zeitlich auseinandserliegende negative Testergebnisse müssen vorgelegt werden. 

In der Anlage finden Sie noch ein Schreiben der Ministerin Dr. Hubig zu Ihrer Kenntnisnahme.

Ich wünsche uns allen einen gelungenen Schulstart und freue mich, Ihre Kinder am Montagmoirgen begrüßen zu dürfen.

Bitte drücken Sie auf Lesebestätigung. Danke.

Mit freundlichen Grüßen

Armin Huber, OStD
Schulleiter