wir haben gemeinsam ein Schuljahr bewältigt, dass es so in dieser Form noch nie in der Bildungslandschaft Deutschland gegeben hat. Wir wurden in Kürze vor sehr großen Herausforderungen gestellt. Den Unterricht digital anzubieten, stufenweise die Schule für bestimmte Jahrgänge zu öffnen, die anderen Jahrgänge in einem rotierenden System zu integrieren, die Doppelbelastung Digitalunterricht und Präsenzunterricht zu stemmen. Sie, liebe Eltern, Sie waren zu Hause gefordert, wie Ihre Kinder, sich täglich zu motivieren, den neuen Rhythmus mit Leben zu füllen, die Abschottung und den Kontaktverlust zu kompensieren.

Ich weiß, dass der digitale Unterricht und das Feedback nicht immer in allen Fächern optimal gelaufen sind, aber insgesamt gesehen haben wir gemeinsam diese schwierige Situation gut bewältigt und gemeistert. Auch danke ich allen Eltern und Schülerinnen und Schüler für die konstruktive Zusammenarbeit und für Ihr Lob und für Ihre kritischen Anmerkungen, die uns immer weitergeholfen haben. Für die im vergangenen Schuljahr geleistete Arbeit danke ich allen Beteiligten, Schülerinnen und Schülern, Eltern, Lehrerinnen und Lehrern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, herzlich: Wir können auf die Zeit nach der Schulschließung mit Stolz und auch Zuversicht zurückblicken. Stolz, weil wir in Kürze den digitalen Unterricht mit Videokonferenzen, Padlet und Schulmanager aus dem Nichts geschaffen haben, Zuversicht, weil wir für das kommende Schuljahr gut auf die jeweiligen Szenarien vorbereitet sind und uns vorbereiten werden.

Bevor ich einen kurzen Ausblick auf das kommende Schuljahr geben werde, möchte ich Ihnen noch folgende Anhänge zur Kenntnis geben:

  1. Schreiben der Ministerin Frau Dr. Hubig zum Schuljahresende;
  2. Schreiben im Umgang mit dem Corona-Virus im neuen Schuljahr;
  3. Reisehinweise für die Sommerferien einschließlich Quarantäne;
  4. TV Artikel zur Raumsituation am MPG.

Gleichzeitig möchte ich Ihnen mitteilen, dass unsere Schulpsychologin, Frau Winkler, in den ersten zwei Wochen der Sommerferien zu Gesprächen bereitsteht. Sie erreichen Sie unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und können gegebenenfalls einen Termin vereinbaren.

Kommen wir jetzt zum Ausblick auf das kommende Schuljahr. Das Ministerium definiert 3 Szenarien.

Szenario 1: Regelbetrieb ohne Abstandsgebot; der Präsenzunterricht kann im regulären Klassen- und Kursverband stattfinden.

Szenario 2: Eingeschränkter Regelbetrieb mit Abstandsgebot

Szenario 3: Temporäre Schulschließung mit Fernunterricht.

Es ist davon auszugehen, dass wir im nächsten Schuljahr im Regelbetrieb (Szenario 1) beginnen können, wenn die Infektionszahlen auf dem niedrigen Stand bleiben.

Auch im Szenario 1 müssen wir wachsam und umsichtig sein. Eine Maßnahme ist, dass die Klassen nicht durchmischt werden dürfen. Kopplungen werden entkoppelt oder so organisiert, dass das Abstandsgebot von 1,5 m eingehalten werden kann. Arbeitsgemeinschaften finden nur noch klassenweise statt, Kopplungen, die nicht entzerrt werden können, müssen im Fernunterricht erteilt werden. In der  Ganztagsschule muss auch auf eine Durchmischung der Gruppen verzichtet werden (keine freiwillige AG-Wahl, feste Essenszeiten und feste Plätze in der Mensa). Ziel ist es, dass im Falle einer Infektion durch Corona eine Klasse gezielt in Quarantäne geschickt werden kann und nicht ein ganzer Jahrgang oder eine ganze Schule. Das ist eine große logistische, organisatorische und pädagogische Herausforderung, die vom Schulleiter, von der Schulleitung und dem Schulelternbeirat gewollt ist. Im Szenario 2 ist zu allererst der Schulträger gefordert, mehr Schulraum und die digitale Ausleuchtung des kompletten Gebäudes zur Verfügung zu stellen (s. TV Artikel). Szenario 3 wird soweit vorbereitet, dass wir die bisherigen Erfahrungen im Fernunterricht evaluieren und einen verbindlichen Leitfaden zum Fernunterricht erstellen, der der Schulgemeinschaft zu Beginn des Schuljahres vorgestellt wird.

Ein wichtiger zusätzlicher Beitrag zur Eindämmung der Pandemie ist die Corona-Warn-App. Durch diese App werden Personen schneller als bei der klassischen Nachverfolgung identifiziert und benachrichtigt, die eine epidemiologisch relevante Begegnung mit einer Corona-positiven Person hatten. Außerdem hilft sie, den zeitlichen Verzug zwischen dem positiven Test einer Person und der Ermittlung und Information ihrer Kontakte zu reduzieren. Das heißt, dass die Infektionsketten schneller unterbrochen werden können.

Aus diesem Grund empfehlen unsere Schulelternsprecherin Frau Linnert und ich ausdrücklich die Nutzung dieser App. Die Hausordnung der Schule wird auch in der Weise verändert, dass Handys im neuen Schuljahr nicht mehr ausgeschaltet werden sollen, so dass die Verbindung zur Corona-Warn-App über Bluetooth nicht unterbunden wird. Die Handys müssen zukünftig auf stumm gestellt werden.

Nähere Informationen erhalten Sie in der letzten Ferienwoche. Ich wünsche Ihnen jetzt erholsame Ferien, Entspannung zu Hause oder an einem sicheren Ort und bleiben Sie alle gesund. Ich freue mich, ab dem 17.8. wieder alle Schülerinnen und Schüler, alle Lehrerinnen und Lehrer am MPG begrüßen zu dürfen.

Mit freundlichen Grüßen

 

Armin Huber, OStD

Schulleiter