Das MPG ist mit dem zweiten Preis beim Kreutzer-Voremberg Preis ausgezeichnet worden. Die „Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Trier“ hat bei der diesjährigen Preisverleihung Arbeiten und Projekte ausgezeichnet, die das Interesse für die Gemeinsamkeiten von Christentum und Judentum und den christlich-jüdischen Dialog wecken. Die Jury würdigt die Gedenkarbeit des MPG folgendermaßen: "Das MPG beteiligt sich schon seit vielen Jahren an der Erinnerung einzelner ehemaliger jüdischer Schüler. Lehrerinnen und Lehrer stellten Kontakte her zu Überlebenden und ihren Nachkommen, luden diese ein, ihre Schule zu besuchen und beteiligten sich an der Verlegung von Stolpersteinen. Diese Schule weiß um ihre große Bedeutung für jüdische Schüler, die vor allem seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis zur Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahre 1933 mehrheitlich am MPG die Abiturprüfung ablegten. Die vorgelegten Facharbeiten einzelner Schüler befassen sich sowohl mit ehemaligen jüdischen Schülern als auch mit nationalsozialistischen Tätern. Die eingereichten Arbeiten erweitern teilweise den Erkenntnisstand zu einzelnen bekannten Personen beträchtlich, indem sie neues Archivmaterial in ihre Arbeit einbeziehen. Dabei fällt eine Arbeit besonders ins Auge (M. Müller), die bisher kaum bekannte Quellen eigenständig zur Erschließung einer Biographie verwendet. Insofern kommt ihr das Verdienst zu, wissenschaftliches Neuland betreten zu haben. Das MPG will sich auch in Zukunft mit Projekten zu christlich-jüdischen Themen befassen. Das argumentative Niveau der Arbeiten und der erkennbare Aufwand der kleinteiligen, präzisen Recherchearbeit war für uns ausschlaggebend, den zweiten Preis an die Schülerinnen und Schüler des MPG zu vergeben (E. Mäling, J. Leinenbach, A. Elsen, D. Fritz, M. Müller)."
Hier können Sie den Bericht des "Paulinus" (Nr. 45) vom 10. 11. 2019 über die Preisverleihung lesen.