Armin Huber, 02. 10. 2019, Foto oben: Künstlerische Darstellung des Leitbilds des Lyzeums in Troisk

Einen Fernsehbericht des Senders TB TPOTEK über den Besuch der Russisch lernenden Schüler des MPG und der anderen Gymnasien aus Trier und Konz in Russland sehen Sie hier -  ab etwa 4.10 Min. Unter "Weiterlesen" finden Sie ständig aktualisierte Berichte und Fotos vom Russland-Austausch.

 

4. Bericht: Unsere Partnerschule: das Lyzeum in Troitsk

Das Lyzeum in Troitsk liegt im Zentrum der Stadt und ist Bestandteil eines Grüngürtels innerhalb geplanter Siedlungsflächen. Das Lyzeum besuchen insgesamt neunhundert Schülerinnen und Schüler auf engstem Raum. Zur Schule gehören noch zwei Kunstrasenplätze und eine Sporthalle, die zurzeit saniert wird. Deutsch ist fakultatives Fach und wird von einigen Schülern freiwillig gelernt. Die Deutschlehrerin Diana engagiert sich sehr für den Austausch und hat ihn mit Frau Jetke wiederbelebt. Vor fünf Jahren war die letzte Gruppe der Trierer Gymnasien in Troitsk. Besonders engagiert sind die russischen Eltern im Austausch. Sie haben das Programm eigenständig zusammengestellt und sind für die Organisation verantwortlich. So haben Sie uns auch ermöglicht, am Sonntagabend in das Ballett "Schwanensee" zu gehen.

In vielen Punkten ähnelt das russische Schulsystem dem deutschen. Der Stundentakt beträgt ebenfalls 45 Minuten. Die Digitalisierung ist weiter fortgeschritten als in Deutschland. Die Sicherheitsvorkehrungen sind wesentlich strikter. Das Schulgebäude ist von einem Zaun umgeben. Es gibt nur einen Einlass und nach Eintritt ins Schulgebäude erfolgt noch einmal eine Personenkontrolle. Der Haupteingang ist besetzt mit einem Hausmeister und einer weiteren Person, die die eingehenden Schüler kontrollieren. Die Schule fängt etwas später an: Der Schulbeginn ist um 8.30 Uhr. Das Mensaessen unterscheidet sich nicht wesentlich von dem in unserer Mensa: Mal schmeckt es  besser, mal ist es kaum genießbar. Insgesamt ist die Gastfreundschaft sehr herzlich und wir sind in der Schule sehr freundlich aufgenommen worden.

Die Schüler verstehen sich insgesamt sehr gut. Das projektorientierte Arbeiten verlief sehr erfolgreich: Im ersten Projekt tauschten sich die Schüler über unterschiedliche Redewendungen im Deutschen und Russischen aus, im zweiten Projekt wurden Unterschiede und Gemeinsamkeiten im kulturellen Miteinander besprochen. Morgen wird der Austausch insgesamt evaluiert. Kurz vor der Abreise erfolgt am Dienstagabend eine Abschiedsfeier, auf der die Projekte vorgestellt werden. Die Abschiedsfeier wird wieder von den Eltern mit organisiert.

Ein erfolgreicher Austausch neigt sich langsam seinem Ende zu. Wir haben viel erlebt, viel gelernt und viele Freundschaften geschlossen. Besser kann es nicht laufen.

Die Verantwortlichen des Austauschs auf russischer Seite früher und heute (Diana)

Ballettaufführung in Moskau: Schwanensee

Deutsche und russische Schüler bei der Projektarbeit

Das Schulgelände im Grüngürtel mit Zaunanlage

Der Haupteingang des Lyzeum

Personenkontrolle im Schulgebäude

Die zentrale Garderobe im Lyzeum im Aufenthaltsbereich

 

 

3. Bericht: Fahrt nach St. Petersburg

Ein Höhepunkt des Austauschs ist sicherlich die Fahrt nach St. Petersburg gewesen. Um 23 Uhr sind wir mit einem Nachtzug von Moskau nach St. Petersburg gefahren. Nach unserer Ankunft um 7 Uhr morgens empfing uns der deutschsprachige Stadtführer und ein Reisebus, der absolut notwendig war, denn in St. Petersburg war es kalt, windig und regnerisch. Die  Stadtrundfahrt mit dem Bus offenbarte die prachtvolle Vergangenheit und die dynamische Gegenwart des Stadtbildes: Eine architektonische Konzeption, einen fast einheitlichen Stil, der westeuropäisch geprägt ist, und vor allem Weltoffenheit. Die Sehenswürdigkeiten sprangen uns direkt ins Auge: Die goldenen Kuppeln der orthodoxen Kirchen, die zahlreichen Palais, die Wohnhäuser im  barocken und klassizistischen Stil. Mitten durch die Stadt fließt die Newa, die in den Finnischen Meerbusen mündet.

Erster Höhepunkt in St. Petersburg war der Besuch der Eremitage. Das Hauptgebäude des riesigen Museums bildet die Zarenresidenz, das Winterpalais. Über die Jordantreppe gelangten wir zu den Prunksälen des Winterpalais. Besonders bemerkenswert sind der Thronsaal Peters des Großen, der große Thronsaal aus weißem Carrara Marmor und vergoldeter Bronze, sowie die großartigen Sammlungen bekannter Maler wie z. B. Rembrandt.

Nachmittags fuhren wir mit dem Bus nach Peterhof, der Sommerresidenz der Zaren. Wir trotzen dem anhaltenden Regen mit unseren Regenschirmen und entdeckten die symmetrische Gartenanlage. Die Große Kaskade, die die Palastterrasse mit dem unteren Park verbindet, gilt als eine der schönsten und wohl auch größten Brunnenanlage der Welt. Das Wasser fließt hier über zwei breite Treppen mit jeweils sieben Stufen in ein riesiges Marmorbecken, in dessen Mitte die vergoldete Samson Fontäne steht. Weitere Sehenswürdigkeiten in der Gartenanlage waren die Orangerie sowie zahlreiche Pavillons und Fontänen, die sich verstreut in der Gartenanlage  versteckten. Die Herbstfärbung verlieh der Gartenanlage einen besonderen Zauber.

Gegen Abend fuhren wir in ein weiteres Museum, das die historische Stadtentwicklung St. Petersburg thematisierte. Nach einem kurzen Abendessen wartete der Nachtzug wieder auf uns, der uns nach Moskau zurückbrachte. Eine unvergessliche Fahrt endete um 7 Uhr in Moskau: St. Petersburg wird uns immer in sehr guter Erinnerung bleiben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2. Bericht: Besuch der Tretjakow-Galerie in Moskau

 

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus und Metro) ging es ins Zentrum von Moskau, wo wir die Tretjakow-Galerie besuchten. Der Kaufmann Pawel Tretjakow erwarb 1856 die ersten Bilder, spezialisierte seine Sammlung später auf Werke russischer Maler. Anschließend macht er seine Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich, schenkte diese 1892 mit Gemälden Grafiken und Skulpturen der Stadt Moskau und leitete das entstandene Museum. 100.000 Exponate aus neun Jahrhunderten umfasst die Sammlung russischer Kunst heute. Sie ist damit die größte dieser Art weltweit. Zu sehen ist auf einem Bild das Selbstporträt von Tretjakow, das links neben der Büste hängt. Das andere Portrait zeigt Puschkin, den bekanntesten russischen Schriftsteller. Das dritte Gemälde zeigt die Unmenschlichkeit des Krieges , wie ein Maler sie interpretierte. Danach besuchten wir noch einige Metrostationen, die alle mit unterschiedlichen Motiven ausgestattet sind. Auf dem Foto erkennt man sehr gut die Personen der ehemaligen Sowjetunion mit stalinistische Einschlag.

 

 

 

1. Bericht: Ankunft und Kreml

Unsere Gruppe ist gut in Moskau bei unserer Partnerschule in Troitsk angekommen. Die Aufnahme in den Gastfamilien war sehr herzlich und das breite Programm gibt einen sehr guten Einblick in die russische Kultur und das Alltagsleben vor Ort. Erster Höhepunkt war natürlich der Besuch des Kremls und des Roten Platzes mit der Basilius Kirche.