Herr Nieß, 17.02.2014

Die Sieger des von der Gesellschaft für nützliche Forschungen ausgelobten Wettbewerbs kommen aus dem Gymnasium Konz und dem Max-Planck-Gymnasium Trier.
Auch im Schuljahr 2012/2013 hatte, so führte der Vorsitzende der GfnF, Prof. Dr. L. Clemens, einleitend aus, die Gesellschaft für nützliche Forschungen an den Gymnasien der Trierer Region einen Wettbewerb ausgeschrieben, durch den die Schülerinnen und Schüler angeregt werden sollten, mit ihren Facharbeiten das Trierer Land an Mosel und Saar, in Eifel und Hunsrück auf den Gebieten der Geschichte, der Archäologie, der Naturwissenschaften, der Kunst und der Kultur zu erforschen. 

Aus den eingereichten Facharbeiten wählten Jury und Vorstand der GfnF zwei Studien von hervorragender Qualität aus. Die Siegerehrung fand am 16.2.2014 in den Räumen des Rheinischen Landesmuseums Trier statt und wurde musikalisch von einer Saxophon-Gruppe der Karl-Berg-Musikschule der Stadt Trier unter Leitung von Herrn Fabian Konz begleitet.

Felix Willems, Gymnasium Konz, ging mit seiner Facharbeit „Veränderung der Weinqualität an der unteren Saar durch die Klimaentwicklung von 1971 bis 2012 an der Rebsorte Riesling" als Sieger hervor.
Dr. K. Krämer, der als Mitglied im Vorstand der GfnF die Laudationes vornahm, betonte, es sei Felix Willems überzeugend gelungen, das Thema nachvollziehbar auf den Raum der unteren Saar zu beschränken und auf die Zeit von 1971 bis 2012 einzugrenzen.
Durch eigene Recherchen (wie z. B. durch Interviews, Auswertungen von topographischen und klimatischen Daten) und in Auseinandersetzung mit der Primär- und der Sekundärliteratur stehe am Ende eine überzeugende Begründung für die guten Weinjahre des letzten Vierteljahrhunderts. Aber Felix habe es nicht dabei belassen, sondern darüber hinaus die Vor- und Nachteile der verbesserten Weinqualität diskutiert und eine Prognose über das künftige „Zusammenspiel zwischen Winzer, Boden und Klima" (,Terroir') und über die Auswirkungen auf den Riesling an der Saar gewagt.
Felix Willems durfte sich über die Siegerurkunde und ein Preisgeld in Höhe von € 250,00 freuen. Den 2. Platz belegte Lisa Schmitt, Max-Planck-Gymnasium Trier, mit der Studie „Der Gastwirt Caspar Schmitt (1770-1834). Zur Geschichte einer moselländischen Gastwirtfamilie zu Beginn des 19. Jahrhunderts". Lisa hatte auf dem Speicher alte Akten gefunden. Lesen konnte sie sie nicht, waren sie doch in einer ihr unbekannten Schrift geschrieben. Aber das Interesse war geweckt, eine Facharbeit zu schreiben. In einer gefälligen Darstellung rekonstruierte sie das Leben von Caspar Schmitt, einem Lehrer und Gastwirt aus dem 19. Jahrhundert, und erklärte den von ihm abgeleiteten Hausnamen „Scholisch" (= Schulmeister).
Lisa Schmitt nahm eine Urkunde und ein Preisgeld von € 150,00 entgegen.
In seinem Schlusswort dankte Prof. Dr. Clemens den die Schüler betreuenden Lehrern für die Anregungen zu den gewählten Themen und die Begleitung während des Entstehens der Arbeiten. Der Wettbewerb werde auch im Schuljahr 2013/2014 fortgeführt, um Schülerinnen und Schüler zur wissenschaftlichen Beschäftigung mit Themen aus und für die Region zu gewinnen.